Textilstempel
Textilstempel kennzeichnen Kleidung und Wäsche mit Namen oder Kürzel – gebraucht in Kita und Schule, in Pflegeeinrichtungen, Internaten, Vereinen und überall dort, wo viele gleiche Textilien zusammenkommen. Verwendet wird eine spezielle Textilfarbe, die nach dem Fixieren mehreren Wäschen standhält.
Zwanzig Turnbeutel sehen gleich aus, dreißig Handtücher auch, und in einer Pflegeeinrichtung kommen jede Woche Kleidungsstücke aus der Wäscherei zurück, die niemand mehr zuordnen kann. Ein Textilstempel löst das mit wenig Aufwand: Name oder Kürzel wird auf Etikett, Innenseite oder Saum gesetzt, einmal fixiert, und die Zuordnung hält über viele Wäschen.
Was den Textilstempel ausmacht
Nicht der Stempel selbst ist besonders, sondern die Farbe. Normale Bürofarbe verschwindet in der ersten Wäsche. Textil- und Wäschefarben sind darauf ausgelegt, sich mit der Faser zu verbinden und nach dem Fixieren waschbeständig zu bleiben. Aufgetragen wird meist mit einem Holzstempel und separatem Kissen, seltener mit Selbstfärbermodellen, die ausdrücklich für Textilfarbe vorgesehen sind – normale Selbstfärberkissen sind dafür nicht gemacht.
Fixieren
Nach dem Stempeln muss der Abdruck trocknen und anschließend fixiert werden, üblicherweise mit dem Bügeleisen. Die Angaben des Farbherstellers zu Trockenzeit, Bügeltemperatur und Dauer sind dabei maßgeblich und unterscheiden sich zwischen den Produkten. Legen Sie zum Bügeln ein Backpapier oder ein Tuch zwischen Bügeleisen und Abdruck, und beachten Sie die Pflegehinweise des Kleidungsstücks – nicht jedes Gewebe verträgt die nötige Temperatur.
Welche Stoffe funktionieren
Am besten arbeiten saugende Naturfasern wie Baumwolle und Leinen, hell und mit glatter Oberfläche. Schwieriger sind Synthetik, Mischgewebe, imprägnierte oder beschichtete Stoffe, Fleece und stark strukturierte Gewebe – dort kann die Farbe schlechter eindringen oder hält nach dem Waschen kürzer. Auf dunklen Stoffen ist der Kontrast das Problem; hier arbeitet man besser mit dem eingenähten hellen Etikett als mit dem Stoff selbst. Machen Sie vor der ersten größeren Aktion einen Versuch an einer verdeckten Stelle.
Format und Schriftgröße
Auf Textilien wird das Motiv immer etwas unschärfer als auf Papier, weil das Gewebe die Farbe verteilt. Halten Sie es deshalb einfach: Name oder Kürzel, serifenlos, ohne feine Linien, ohne Rahmen. Für einen Namen genügen Formate von 38 × 14 mm bis 47 × 18 mm. Bleiben Sie deutlich über 7 Punkt Schriftgröße und über 0,5 Millimetern Linienstärke – auf Gewebe eher mehr.
Anwendung und Pflege
Legen Sie den Stoff flach auf eine harte, ebene Unterlage, damit der Abdruck gleichmäßig kommt. Auf einer weichen Unterlage zeichnet sich nur die Mitte ab. Reinigen Sie den Stempel nach Gebrauch, bevor die Farbe antrocknet, sonst setzt sie die Gravur zu. Und bewahren Sie das Kissen gut verschlossen auf – Textilfarben trocknen an der Luft schneller ein als Bürofarben.
Häufige Fragen
Hält der Abdruck die Waschmaschine aus?
Nach ordnungsgemäßer Fixierung übersteht er in der Regel viele Wäschen. Wie lange genau, hängt von Gewebe, Waschtemperatur und Farbe ab. Maßgeblich sind die Angaben des Farbherstellers zu Trocknung und Fixierung. Ein Versuch an einem Reststück gibt Ihnen vor der großen Aktion Sicherheit.
Wie wird der Abdruck fixiert?
Üblicherweise durch Bügeln nach dem vollständigen Trocknen. Temperatur und Dauer entnehmen Sie den Angaben des Farbherstellers. Legen Sie Backpapier oder ein Tuch zwischen Bügeleisen und Abdruck und beachten Sie die Pflegehinweise des Kleidungsstücks – nicht jedes Gewebe verträgt hohe Temperaturen.
Kann ich meinen vorhandenen Bürostempel verwenden?
Die Gravurplatte ja, die Farbe nicht. Bürofarbe wäscht sich heraus. Für Textil brauchen Sie eine Textilfarbe, meist als separates Kissen zusammen mit einem Holzstempel. Normale Selbstfärberkissen sind für diese Farben nicht ausgelegt. Reinigen Sie die Gravur nach dem Einsatz zügig, denn Textilfarben trocknen schneller an als gewöhnliche Bürofarben.
Funktioniert das auf dunklen oder synthetischen Stoffen?
Eingeschränkt. Auf dunklen Stoffen fehlt der Kontrast – stempeln Sie dort besser auf das eingenähte helle Etikett. Synthetik, Mischgewebe und beschichtete Stoffe nehmen die Farbe schlechter auf als Baumwolle. Testen Sie an einer verdeckten Stelle, bevor Sie viele Stücke kennzeichnen.
Welche Größe eignet sich für einen Namen?
38 × 14 mm bis 47 × 18 mm reichen für einen Namen völlig aus. Halten Sie das Motiv einfach: serifenlose Schrift, keine feinen Linien, kein Rahmen. Auf Gewebe läuft der Abdruck etwas breiter als auf Papier, deshalb lieber etwas größer setzen als zu klein.